Jakobskreuzkraut
Jacobaea vulgaris · Korbblütler
- Familie
- Korbblütler
- Auffällig
- Blüte Juni bis September, Rosette ganzjährig
- Giftigkeit
- sehr hoch
So erkennst du sie
Bis 1,20 m hoch, doldenartige Rispen mit vielen kleinen gelben Korbblüten, meist 13 Zungenblüten pro Blüte. Blätter fiederteilig, dunkelgrün, der Stängel oft rötlich überlaufen. Im ersten Jahr nur eine bodennahe Blattrosette.
Verwechslungsgefahr
Wird häufig mit Johanniskraut, Rainfarn und Greiskraut-Arten verwechselt. Anders als Johanniskraut hat Jakobskreuzkraut echte Korbblüten mit Zungen- und Röhrenblüten. Beim Zerreiben riechen die Blätter unangenehm.
Warum sie gefährlich ist
Enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen. Die Wirkung ist kumulativ, das heißt kleine Mengen über lange Zeit summieren sich. Sichtbare Symptome treten oft erst auf, wenn ein großer Teil des Lebergewebes bereits betroffen ist.
Im Heu
Das ist der eigentliche Risikofall. Frisch meidet das Pferd die Pflanze wegen des bitteren Geschmacks. Getrocknet im Heu verliert sie den Bitterstoff, die Alkaloide bleiben. So wird sie mitgefressen, ohne dass es auffällt.
Was du tun kannst
Vor der Blüte samt Wurzel ausstechen, nicht mähen. Gemähte Pflanzen trocknen ab und werden dann gefressen. Pflanzenreste im Restmüll entsorgen, nicht auf den Kompost. Handschuhe tragen. Verdacht auf Aufnahme gehört immer zum Tierarzt.