Bergahorn
Acer pseudoplatanus · Seifenbaumgewächse
- Familie
- Seifenbaumgewächse
- Auffällig
- Samen im Herbst, Keimlinge im Frühjahr
- Giftigkeit
- hoch
So erkennst du sie
Großer Baum mit fünflappigen Blättern und den bekannten Nasenzwicker-Samen, die im Herbst herunterdrehen. Die Keimlinge im Frühjahr haben zwei schmale, längliche Keimblätter und stehen oft in großer Zahl unter dem Baum.
Verwechslungsgefahr
Andere Ahornarten sehen ähnlich aus. Für die Weide zählt vor allem, ob ein Ahorn in Wurfweite steht. Spitzahorn gilt als weniger problematisch, sicher unterscheiden lässt sich das aber nur an Blatt und Frucht.
Warum sie gefährlich ist
Samen und Keimlinge enthalten Hypoglycin A. Es löst die atypische Weidemyopathie aus, eine schwere Muskelerkrankung mit hoher Sterblichkeit. Betroffen sind besonders Pferde auf abgefressenen Weiden im Herbst und Frühjahr.
Im Heu
Weniger relevant, weil Samen und Keimlinge selten in nennenswerter Menge ins Heu geraten. Das Risiko liegt auf der Weide selbst.
Was du tun kannst
Weiden im Umkreis von Ahornbäumen im Herbst und Frühjahr besonders beobachten. Bei starkem Samenfall die Fläche zeitweise sperren oder abzäunen. Für ausreichend Raufutter sorgen, damit Pferde nicht aus Hunger Keimlinge fressen. Plötzliche Muskelschwäche, Steifheit oder dunkler Urin sind ein Notfall.